Ob im Baumarkt oder Drogeriemarkt in Essen - die Auswahl an Rohrreinigern ist groß. Welches Produkt wirklich hilft, hängt von der Art der Verstopfung und der Rohrbeschaffenheit ab. Dieser Ratgeber gibt einen nüchternen Überblick.
Die wichtigsten Arten im Überblick
Flüssige Rohrreiniger (Gel)
Gel-Rohrreiniger sind am weitesten verbreitet. Sie fließen direkt an der Verstopfung entlang und lösen organische Rückstände wie Haare und Fett chemisch auf. Gut geeignet für Dusch- und Badabläufe.
Granulat- oder Pulver-Rohrreiniger
Reagieren bei Kontakt mit Wasser stark und erzeugen Wärme. Besonders wirksam gegen Fettablagerungen im Küchenabfluss. Nicht bei Aluminiumrohren verwenden.
Biologische Rohrreiniger
Enthalten Bakterien oder Enzyme, die organische Ablagerungen abbauen. Sanfter zu Rohren und Umwelt, wirken aber langsamer - eher zur Vorbeugung geeignet als bei akuter Verstopfung.
Worauf beim Kauf achten?
- Rohrmaterial prüfen: Nicht alle Reiniger sind für Kunststoffrohre geeignet
- Einwirkzeit beachten: Mindestens 30 Minuten, besser über Nacht
- Nie mit anderen Reinigern mischen - gefährliche Reaktionen möglich
- Schutzhandschuhe tragen, Belüftung sicherstellen
Alternative: Mechanisch vor chemisch
In vielen Fällen kommt man ohne Chemie aus. Saugglocke und Rohrreinigungsspirale sind oft wirksamer und schonen die Rohre. Chemische Mittel sollten nur unterstützend eingesetzt werden.
Häufige Fragen
Welcher Rohrreiniger wirkt am schnellsten?
Granulat-Rohrreiniger wirken durch die Wärmeentwicklung meist schneller als Gel. Sie sind jedoch aggressiver und sollten nur gelegentlich verwendet werden.
Sind Rohrreiniger umweltschädlich?
Herkömmliche Rohrreiniger enthalten starke Basen oder Säuren, die die Umwelt belasten. Biologische Alternativen sind schonender, brauchen aber mehr Zeit.
Kann ich Rohrreiniger im Küchenabfluss benutzen?
Ja, aber darauf achten, dass der Reiniger für Küchenabflüsse und Fettablagerungen geeignet ist. Granulat-Produkte eignen sich hier oft besser als Gel.